Netzüberblick
Um allen Bezügern einer Wasserversorgung jederzeit Wasser in einwandfreier Qualität und ausreichender Menge, mit genügendem Druck zu einem ausgewogenen und kostendeckenden Preis zur Verfügung zu stellen, ist ein gut unterhaltenes und ausgebautes Leitungsnetz von grosser Bedeutung. Um Leckerverluste möglichst klein zu halten, wird das Leitungsnetz regelmässig kontrolliert. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit besteht eine Verbindung zum Burgdorfer Wassernetz. Durch ca. 270 Kilometer öffentliche Leitungen gelangt das frische Nass zu unseren Kunden.
Fassungsanlagen
Frisches Quellwasser aus der Region. In Rüderswil befinden sich die Hauptfassungen der Emmental Trinkwasser. Die Quelle, welche als Hauptfassung über neunzig Prozent des gesamten Bedarfs sicherstellt und die naheliegenden Grundwasserpumpwerke, welche zusätzlich einerseits 2000 Liter pro Minute mit Heberbetrieb und andererseits 5000 Liter pro Minute mit Pumpenbetrieb liefern kann. Mit den beiden Pumpwerken in Fraubrunnen kann nach Bedarf reines Grundwasser über das Versorgungsnetz in die Reservoire gepumpt werden. Die installierte Pumpleistung in Fraubrunnen beträgt je 5000 Liter pro Minute. Das Grundwasserpumpwerk in Altwyden ist zurzeit ausser Betrieb.
Reservoire
Emmental Trinkwasser arbeitet mit einer Druckstufe und betreibt vier Reservoire in Kirchberg, Rohrmoos, Iffwil und Fraubrunnen. Das Quellwasser aus Rüderswil fliesst direkt über zwei Transportleitungen in die Reservoire in Kirchberg und Rohrmoos. Durch den hydrostatischen Druckausgleich im Verteilnetz füllen sich auch das Reservoir in Iffwil und das Reservoir Fraubrunnen gleichmässig auf. Die Pumpwerke in Fraubrunnen speisen das Wasser direkt ins Verteilnetz ein, wobei der Überschuss in den Reservoiren zurückbehalten wird.
Das Fassungsvermögen der vier Reservoire beträgt 13100 m3. Davon sind 1500 m3 Löschreserve.
Druckverhältnisse im Netz
Der Druck im Netz beträgt in den Verbandsgemeinden zwischen 5 und 11 bar. Druckverhältnisse im Netz (pdf)
Betriebsleitstelle
Für den sicheren und optimalen Betrieb einer Wasserversorgung ist eine vollautomatische Fernsteuerungs- und Überwachungsanlage, eine sogenannte Fernwirkanlage, erforderlich. Das Leitsystem der Fernwirkanlage befindet sich in Burgdorf. Das System erlaubt dank dem hohen Automationsgrad eine auf den Wasserverbrauch abgestimmte Reservoirbewirtschaftung und spart so viel Wasser und Pumpenenergie ein. Durch die Alarmmeldungen bei Störfällen direkt aufs Natel erhöht sich auch die Versorgungssicherheit beträchtlich.
